Wald-Wild-Gutachten: Jägerstiftung zeigt Widersprüche auf
BfN, DFWR und ANW machen einseitige wissenschaftliche Studie zur Grundlage für weitreichende Forderungen an die Jägerschaft
Die Auftraggeber des Gutachtens unter dem Titel "Der Wald-Wild-Konflikt", das Bundesamt für Naturschutz, der Deutsche Forstwirtschaftsrat und die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft, fordern unter anderem eine drastische Reduzierung des Rehwilds und die politische Durchsetzung des Grundsatzes "Wald vor Wild".
Jochen Borchert, Vorsitzender der Stiftung natur+mensch hält dagegen: Wer tiefgreifende Eingriffe im Ökosystem plane, müsse alle Wirkzusammenhänge in den Blick nehmen, nicht nur einen Aspekt. Das Gutachten beleuchte die Problematik aber ausschließlich unter dem Blickwinkel der Verbissproblematik. Andere Aspekte wie die direkten positiven Wirkungen von Schalenwild auf die biologische Vielfalt bezieht die vorgelegte Studie der Universitäten Göttingen und München nicht ein. Wo sie in einer Randbemerkung auf die durch die Jägerstiftung natur+mensch publizierten Zusammenhänge (siehe die Pilotstudie von PD Dr. Heinrich Reck "Wild und Biologische Vielfalt") eingeht, verstrickt sich die Studie in Widersprüche. Der Verdacht liegt nahe, dass die Holzproduktion den Takt für das vermeintlich wissenschaftliche Gutachten vorgegeben hat.
Mehr Informationen in der Pressemeldung "Wald-Wild-Gutachten: Wenn Holzproduktion zur Prämisse für ökologische Betrachtung wird"